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Baulandumlegung

Baulandumlegung

Die Baulandumlegung ermöglicht die einfache, schnelle und kostengünstige Neuordnung von Grundstücken für Zwecke der Bebauung.

Zehn Argumente, die für eine Baulandumlegung sprechen

  1. Die Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten an der Durchführung eines Umlegungsverfahrens sind in der Regel gleichgerichtet.
  2. Es handelt sich um ein Verfahren des Interessenausgleichs, bei dem die Vorteile und Lasten einer städtebaulichen Planung in geradezu idealer Weise ausgeglichen werden.
  3. Die hoheitliche Durchführung des Umlegungsverfahrens und die gesetzlich vorgeschriebene Bindung an den Verkehrswert garantieren die Gleichbehandlung der Eigentümer, so daß überzogene Forderungen einzelner Eigentümer keine Chance haben.
  4. Die Baulandumlegung ist das Verfahren zur Realisierung von Bebauungsplänen (bei schwierigen Eigentums- und Besitzverhältnissen) mit der geringsten Eingriffsintensität ins Eigentum und einer hohen Mitwirkungsbereitschaft der Beteiligten.
  5. Es handelt sich um ein sehr elegantes und wirtschaftliches Grundstückstauschverfahren, bei dem die Grundstücksneuordnung unter Beachtung des Grundsatzes der Eigentumsgarantie ohne Unterbrechung des Eigentums in Form von Verwaltungsakten (außerhalb des Grundbuchs) erfolgt:
    • ohne kleinteiligen Tausch von Grundstücksteilflächen,
    • ohne Vereinigung aller Grundstücke zu einem Gesamthandsgrundstück,
    • ohne zeitaufwendigen, kostenträchtigen und rechtsmittelanfälligen Zwischenerwerb,
    • ohne aufwendige privatrechtliche Begründung, Änderung und Löschung von Rechten.
  6. Die Abschöpfung der umlegungsbedingten Bodenwertsteigerungen (in Geld oder Land) kann einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des Gesamtprojektes leisten.
  7. Das Verfahren kann dabei im wesentlichen einvernehmlich durchgeführt werden, es kann aber auch gegen den Willen einzelner Beteiligter durchgesetzt werden.
  8. Es besteht eine frühzeitige Bebauungsmöglichkeit durch
    • weitgehend parallele Durchführung von Bauleitplanung und Umlegung,
    • frühzeitige Herstellung der Erschließungsanlagen durch Bereitstellung der Erschließungsflächen,
    • einvernehmliche Teilregelungen bereits vor Inkrafttreten des Bebauungsplans.
  9. Grundsätzlich fallen keine Grunderwerbsteuer und keine sonstigen Gebühren an.
  10. Nach Abschluß des Umlegungsverfahrens erfolgt in der Regel eine breite Streuung des Eigentums.

Quelle: Müller-Jökel, R., und Hecker, L., Baulandumlegung, 3. Aufl., Berlin 1995.