Gebäudebestandserfassung

(Facility Management)

Die Gebäudebestandserfassung ist bei Fachleuten inzwischen zur unentbehrlichen Notwendigkeit für eine sinnvolle wirtschaftliche Verwaltung von Gebäuden und Liegenschaften geworden. Basis hierfür sind digitale Bestandspläne, die ständig auf den neuesten Stand gebracht werden müssen. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen (u.a. Umbauten, Umzüge von Mitarbeitern etc.) verändern sich die Berechnungsgrundlagen in den meisten Gebäuden ständig. Nicht nur ältere Gebäude oder der Baubestand aus der Vorkriegszeit machen eine Neuerfassung unabdingbar - selbst die Architektenpläne aus jüngerer und jüngster Zeit sind durch inzwischen erfolgte Umbauten und Modernisierung der Installationen längst nicht mehr auf dem notwendigen aktuellen Stand. Für Feuerwehr- und Rettungspläne, Cable- (Heizung, Klima, Lüftung) und Umzugsmanagement oder auch bei der Berechnung der Grund-, Außen- und Glasflächen im Rahmen der Gebäudereinigung müssen die Planungsgrundlagen top-aktuell sein.

Die Erfahrungswerte zeigen, dass z.B. bei einem Verwaltungsgebäude innerhalb eines Zeitraums von 7 Jahren noch einmal Kosten in Höhe der ursprünglichen Neubauinvestitionen fällig werden. Durch die Gebäudebestandserfassung werden diese dauerhaft und deutlich nach unten gedrückt.
An einem Objekt mit einem jährlichen Investitions- und Unterhaltsetat von ca. 1 Million Euro entstehen bei den entsprechenden Maßnahmen zur Einführung des Facilitiy-Managements einmalige Kosten in Höhe von 500.000 bis 1.000.000 Euro für Hard-, Software und für die Ersterfassung von Bestandsdaten. Dadurch werden Einsparungen von mindestens 200.000 Euro p.a. erzielt, so dass die entstandenen Kosten für die Maßnahmen bereits nach 2-5 Jahren wieder eingespielt sind und sich somit rechnen.

Der „Point of Return of Invest" wurde bei einigen Unternehmen bereits nach einem Zeitraum von 1 bis 2 Jahren erreicht. Die durchschnittlichen jährlichen Einsparungen liegen grundsätzlich in einer Größenordnung von 20 - 30 Prozent.
Dem Hochbauamt einer Großstadt in NRW wurden am Ende der örtlichen Messphase statt bisher angenommener 7.000 rund 13.000 Quadratmeter Fläche an Liegenschaften attestiert. Mag das Ergebnis nicht nur auf den ersten Blick verblüffen, die daraus folgenden wirtschaftlichen Auswirkungen erscheinen mehr als deutlich.
Dies ist keineswegs ein Einzelfall. Überwiegend große Unternehmen besitzen weder im Ganzen noch im Detail einen aktuellen Überblick über die eigenen Liegenschaften. Dadurch sind zwangsläufig sämtlichen Daten über Miet-, Reinigungs-, Dachflächen sowie Fenster, Türen, Feuerlöscher etc. die Grundlagen für eine realistische und damit kostensparende Bewirtschaftung entzogen. Dies ist gleichsam das wichtigste Argument für die Einführung eines Gebäudemanagements in den meisten Unternehmen:

Die Erstellung eines exakten aktuellen Überblicks  über die eigenen Gebäudedaten und die anschließende EDV-gestützte Optimierung der kostenverursachenden Daten.


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