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Normalhöhennull (NHN)

Kurzbeschreibung: Höhen bezogen auf den Amsterdamer Pegel

Ausführliche Beschreibung: 

Für Höhenmessungen ist das Geoid die Bezugsfläche ( Niveaufläche ). In Westeuropa und den alten Bundesländer bezieht es sich auf einen mittleren Wasserstand der Nordsee, der aus langjährigen Beobachtungen am Amsterdamer Pegel abgeleitet worden ist.

Die Geoidhöhe Null wird als Normal Null (NN) bezeichnet. Alle Punkte der realen Erdoberfläche beziehen sich in ihrer Höhe auf den lotrechten Abstand vom Geoid, deshalb: Höhe über Normal-Null ( NN )

Natürlich ist diese Niveaufläche in Höhe des mittleren Meeresspiegels nicht für Messungen unmittelbar zugänglich. Deshalb hat sich jedes Land einen Haupthöhenpunkt (Deutschland: 40 km östlich von Berlin in Hoppegarten) geschaffen, der einen Normalhöhenpunkt in Höhe des mittleren Meereshorizontes festlegt.

Für Osteuropa und die neuen Bundesländer bezog sich die Niveaufläche auf den Punkt des Kronstädter Pegel: Normalhöhen ( HN; über Höhennull )

Der Höhenunterschied zwischen dem NN-System und dem HN-System ist nicht konstant und beträgt 8 bis 16 cm.

Bis 1994 wurden Höhenmessungen zwischen den alten und neuen Bundesländern zur Verbindung der Höhensysteme durchgeführt. Nach abgeschlossener Auswertung des Deutschen Haupthöhennetzes (DHHN 92) ist nun ein einheitlicher Höhenbezug gegeben. Ab dem 01.01.2002 beziehen sich die Höhen nicht mehr auf Normal-Null, sondern auf Normal-Höhen-Null.